Wir unterstützen Menschen und Gruppen in ihrer individuellen Entwicklung
durch Erlebnisse in und mit der Natur.
Wir begegnen anderen Menschen mit Wertschätzung, Offenheit, Respekt und Neugierde. Wir nehmen ihre Fähigkeiten und Ressourcen wahr und unterstützen sie darin, sich bestmöglich zu entfalten. Unsere Aufmerksamkeit gilt gleichermaßen der Individualität jedes Einzelnen und der Gemeinschaft als den Systemen, denen wir zugehören. Damit leben wir unsere Überzeugung, dass jeder Mensch einen Beitrag zum größeren Ganzen leistet und sich darin in seinem Mensch sein verwirklicht.
Wir achten stets darauf, unsere humanen und wirtschaftlichen Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Unsere Kunden vertrauen unserer Kompetenz, die wir durch Weiterbildung auf der Höhe der Zeit halten. Unser erlebnispädagogisches wie unser wirtschaftliches Handeln ist verantwortungsbewusst.
Zwischen Risiko als Raum der erweiterten Möglichkeiten einerseits und Sicherheit andererseits handeln wir prozessorientiert im Sinne des bestmöglichen Ergebnisses. Wir evaluieren unsere Ergebnisse und sind stets bereit, uns zu verbessern. Wir agieren in allen Feldern flexibel, kreativ und zugleich diszipliniert.
Wir sind aufmerksam, vertrauen in unsere Fähigkeiten und sorgen für Erfolg.
Unsere Arbeit versteht sich als Beitrag zur persönlichen und gesellschaftlichen Gesundung im umfassenden Sinn des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Als Organisation wie als Individuen gehen wir achtsam mit unserer Gesundheit um.
Als Pädagog/innen schärfen wir unser Bewusstsein für die körperlich-seelisch-sozialen Wechselbeziehungen, die in unserer erlebnispädagogischen Arbeit zum Ausdruck kommen. Unsere Achtsamkeit für das Gesunde in und um uns umfasst alle Menschen gleichermaßen, ungeachtet ihrer körperlichen, seelischen und sozialen Voraussetzungen.
Wir sehen uns in der Tradition von Kurt Hahn und ergreifen die Initiative für pädagogische Weiterentwicklung. Die Wege von der innovativen Idee bis zur Umsetzung sind bei uns kurz, denn wir werden mit unserer Kreativität im gemeinsamen Handeln schöpferisch aktiv.
Visionär, Kritiker und Pragmatiker wissen um ihre Synergien und nutzen sie für Projekte und innovative Ansätze in allen gesellschaftlich bedeutsamen pädagogischen Feldern. Wir nutzen öffentliche Förderung gezielt, um uns weiterzuentwickeln, neues zu schaffen und Trends zu setzen.
Unsere erlebnispädagogischen Leitsätze
Am Ursprung von OUTWARD BOUND steht der Satz von Kurt Hahn: „Die Natur ist die größte Lehrmeisterin“. Auch heute ist unsere erlebnispädagogische Arbeit davon durchdrungen.
Die Natur ist Grundlage unseres Lebens. Die Teilnehmer sollen sich als Teil der Natur erfahren, dabei die wechselseitige Bedingtheit von Natur und Kultur erkennen und sich im Sinne einer ganzheitlichen Ökologie wahrnehmen.
Ein respektvoller Umgang und aktiver Naturschutz sind nicht Ziel unserer Erlebnispädagogik, sondern logische Konsequenz dieser Haltung, die wir an unsere Teilnehmer weitergeben.
Wir nützen die Natur als Lernraum, öffnen uns prozessorientiert ihren Einflüssen und ihren archetypischen und metaphorischen Energien. Naturräume wählen wir gezielt im jeweiligen Kontext der Aufgaben- und Themenstellung aus. Unser Ziel ist die Integration des Erlebten in der Natur in den persönlichen, kulturellen Kontext.
Wir begegnen Menschen mit grundsätzlicher Wertschätzung für ihre Fähigkeiten und Ressourcen und achten sie als Experten in eigener Sache. Aus unseren Wahrnehmungen entwickeln wir Hypothesen über die Einzelnen und Gruppen, mit denen wir arbeiten.
Wir reflektieren die Hypothesen gemeinsam mit den Teilnehmer/innen anhand des gemeinsam Erlebten. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich auf mögliche Lösungen und nutzt vielfältige, kreative Wege, um Prozesse so zu gestalten, dass sie nächste, weiterführende Schritte unterstützen. Der steten Wechselwirkungen in Systemen sind wir bewusst.
Deshalb wissen wir, dass das, was wirkt, größer ist, als wir. Eine systemische Leitung schreibt sich Erfolge niemals selbst auf die Fahnen. Eine systemische Grundhaltung kann als pädagogische Energie nur wirken, wenn sie in der Institution als Ganzes gelebt und von innen und außen erlebt wird.
Jede Aufgabe integriert Aspekte, die von den Teilnehmenden als herausfordernd wahrgenommen werden. Solche Herausforderungen berühren Grenzen und provozieren zum Schritt aus der Komfortzone des Gewohnten heraus.
Psychische und physische Belastungen, Ängste und Widerstände mobilisieren die Ressourcen des Systems und können so bewältigt werden. Die Grenzerfahrung ist kein Ziel an sich, sondern Medium um Handlungsmöglichkeiten von Einzelnen und Gruppen zu erweitern.
Was die Teilnehmer/innen lernen, ist aus der Situation erforderlich. Wetter, Gewicht, Orientierung, Wellen, Dunkelheit, Aufgabenstellung kann niemand weg diskutieren. Die Situationen sind - auch wenn sie von uns vorbereitet und aufgesucht werden - authentisch.
Die Verantwortung für sich und andere ist echt. Achtsamkeit ist direkt als Wohlbefinden zu spüren, ihr Fehlen wirkt sich unmittelbar als Dissonanz aus. Die Unausweichlichkeit der Situation bezieht sich gerade im Outdoor auch auf den gruppendynamischen Prozess.
Anders als bei konventionellen Lernansätzen werden die Ressourcen der Teilnehmer/innen von Anfang an gefordert. Aus der Beteiligung an Entscheidungen wird zunehmend Gruppenselbststeuerung. Das bedeutet, dass die Trainer/innen eine Moderatoren- oder Beraterrolle einnehmen, und die Dynamik in der Gruppe das Geschehen bestimmt. Dieses Prinzip gilt, solange niemand dabei in Gefahr gerät.
Weil die Teilnehmer/innen ihre Handlungen selbst steuern, erleben sie sich als aktive Gestalter von Ereignissen. Das eigene Handeln mit den dazu gehörigen Grundannahmen wirkt sich unmittelbar auf die persönliche und die Gruppensituation aus. Erfolge und Misserfolge lassen sich direkt auf eigenes Verhalten zurückführen und zeigen Perspektiven für weitere Entwicklung auf.
Die Teilnehmer/innen übernehmen für ihren Lernerfolg selbst Verantwortung. Als Expert/innen in eigener Sache kennen sie ihre persönlichen Herausforderungen selbst am besten. Sie bekommen von uns Unterstützung und Sicherheit und Respekt für ihre selbst gewählte Entscheidung für oder gegen eine vorgeschlagene Aktivität. Der Sprung vom Flying Fox ist nicht per se wertvoller als seine Verweigerung, denn für manche Menschen (z.B. Gewaltopfer, Suchtklient/innen) kann es wertvoller sein, "NEIN" zu sagen, als stets alle Aufgaben zu erfüllen.
Prozess- und bedürfnisorientiert sollen die Teilnehmer/innen ihre Herausforderung unter verschiedenen Möglichkeiten wählen können. Deshalb achten wir darauf, dass modifizierte Aufgabenstellungen immer möglich sind.
Unsere erlebnispädagogischen Angebote sind niemals reine Sportkurse. Im sportlichen, sozialen, musikalisch-kreativen und organisatorischen Bereich sind vielfältige Anforderungen zu bewältigen. Die natursportlichen Aktivitäten dienen in erster Linie als Medien, haben einen hohen Motivationscharakter und sind mit Initiativübungen, Problemlösungsaufgaben, Aufstellungen, Szenarien, Ritualen und Reflexionsmethoden gekoppelt und prozessorientiert aufeinander abgestimmt. Dabei wirken die Naturräume als umfassender Rahmen unmittelbar in das Setting hinein.
Die Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten erlebnispädagogischer Szenarien erschöpfen sich jedoch nicht in der Vermittlung von Kompetenzen. Sie ermöglichen unter geeigneten Vorzeichen tiefe, auch therapeutische Wandlungsprozesse, die angemessen und kompetent begleitet werden. Wir verstehen unsere erlebnispädagogische Arbeit als ganzheitlich, weil unsere Arbeit den Menschen in seinen intellektuellen, seelischen, sozialen und spirituellen Fähigkeiten anspricht.
Auch im Hinblick auf Sicherheit agieren wir ressourcenorientiert. Der Safety-talk stärkt die Teilnehmer/innen in ihrer Eigenverantwortung und weist eher auf Lösungen als auf Probleme hin. Bei einer Flussbefahrung werden wir also die TN nicht auf den Felsen hinweisen, den sie vermeiden sollen, sondern auf die Durchfahrt zwischen Felsen und Ufer.
Sicherheit betrifft uns untrennbar in unserer psychophysischen Verfassung. In der Einschätzung der Situation orientieren wir uns am TZI Modell und klären bei uns, bei den Teilnehmern und im Hinblick auf das Thema unsere Einschätzung des aktuellen Basisrisikos.
Das im Handeln Erlebte wird auf verschiedenste Weise ins Bewusstsein gehoben, um die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in den weiteren Prozess einbringen zu können. Reflexion verstehen wir dabei immer als eigenständige Handlung. Vielfältige Reflexionsmethoden sind ebenso wichtig wie vielfältige erlebnispädagogische Methoden. In Prozess können Phasen durch geeignete Rituale abgeschlossen und bekräftigt werden. Alle Handlungsformen tragen ihren eigenen Wert gleichberechtigt in sich und orientieren sich methodisch an den Ressourcen, dem Gruppenzustand und dem Auftrag.
Wir sorgen vom ersten Kontakt mit den Teilnehmer/innen dafür, dass sie uns vertrauen schenken können. Um ehrliche und tiefer gehende Entwicklung zu begleiten, muss außerdem in der Gruppe Vertrautheit und nach außen Vertraulichkeit gewährleistet sein. Wir wählen unsere Handlungsräume bewusst so, dass sie eine Atmosphäre des Vertrauens unterstützen.
Nachdenken über eine erlebte Situation, die damit noch einmal von allen Seiten beleuchtet wird. Gemeinsam als Gruppe gilt es, Handlungsabläufe bewusst zu machen und aus ihnen zu lernen. Die Möglichkeiten der Reflexion sind vielfältig und meist stark handlungsorientiert.